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Employer Branding

Werkzeug

Employer Branding

Was bei euch anders ist – gefunden, aufgeschrieben, überall gleich erzählt. Keine Workshop-Monate.

Zeit bis Ergebnis
Zwei bis drei Wochen bis zur Liste und den Kernsätzen. Wirkung über Karriereseite, Anzeigen und Video in Wochen; auf den Ruf als Arbeitgeber in Monaten.
Stand
· Von Justus Kornath, Kiel

Was ist das?

Der Begriff ist schwerer als die Sache. Employer Branding heißt: herausfinden, warum Leute bei euch arbeiten und bleiben, das in klare Sätze bringen und dafür sorgen, dass Stellenanzeige, Karriereseite, Video und Google-Profil dasselbe sagen. Das ist kein Projekt über sechs Monate, sondern zwei Wochen Arbeit – und danach die Grundlage für jede Recruiting-Maßnahme.

Wirkt selten allein

Ein Problem führt zu mehreren Werkzeugen, ein Werkzeug löst mehrere Probleme. Darum plane ich Kombinationen, keine Einzelmaßnahmen.

Wann sinnvoll

  • Jede Stellenanzeige liest sich wie die der Konkurrenz.
  • Ihr wisst intern, was euch gut macht – aber es steht nirgends.
  • Vor einem Recruitingvideo oder einer neuen Karriereseite: Ohne Kernsätze wird beides beliebig.
  • Mehrere Standorte oder Abteilungen, die unterschiedlich über den Betrieb reden.

Wann die falsche Wahl

  • Wenn die Stelle in vier Wochen besetzt sein muss – dann erst Anzeige, Karriereseite und Social Ads, die Grundlagen parallel.
  • Als Agenturprojekt mit Workshops, Markenkern und Claim über ein halbes Jahr.
  • Wenn das Problem im Betrieb liegt – Bezahlung, Führung, Überstunden. Das löst keine Kommunikation.

Voraussetzungen

  1. 01Drei bis fünf Gespräche mit Mitarbeitenden, ehrlich und ohne Chef im Raum.
  2. 02Eine Geschäftsführung, die auch unbequeme Antworten hören will.
  3. 03Die Bereitschaft, konkret zu werden: Zahlen, Regelungen, Namen statt „familiäres Umfeld“.
  4. 04Jemand, der die Sätze danach überall einsetzt – Anzeigen, Seite, Profil.

Was danach gemessen wird

  1. 01Bewerbungen pro Anzeige, vorher und nachher.
  2. 02Antworten im Vorstellungsgespräch auf „Warum habt ihr euch beworben?“ – wird genannt, was ihr erzählt?
  3. 03Bewertungen auf Google und kununu: Anzahl und Tonlage.

Video

Video · 2:00 · ⟨Platzhalter – hier läuft später ein kurzes Video von Justus⟩

Employer Branding in zwei Wochen statt sechs Monaten

Employer Branding klingt nach Agenturprojekt. Bei mir sind es fünf Gespräche. Ich frage Leute aus dem Betrieb: Warum bist du hier? Was würdest du einem Freund sagen? Was nervt? Ohne Chef im Raum. Daraus werden zehn konkrete Sätze – nicht „familiäres Umfeld“, sondern „Freitag um zwei ist Schluss, seit Jahren, ohne Ausnahme“. Die Sätze lege ich neben die Anzeigen der Konkurrenz. Was nur ihr sagen könnt, bleibt. Und das steht dann überall gleich: Anzeige, Karriereseite, Video, Google. Zwei Wochen. Dann hat jede Recruiting-Maßnahme eine Grundlage.

So funktioniert es

Employer Branding in vier Schritten – so setze ich es ein.

  1. 01

    Fragen, wer bleibt

    Drei bis fünf Gespräche: Warum bist du hier? Was würdest du einem Freund sagen? Was nervt? Die Antworten sind das Material – nicht der Prospekt.

  2. 02

    Konkret machen

    Aus „gutes Betriebsklima“ wird „Freitag um 14 Uhr ist Schluss, seit 2019, ohne Ausnahme“. Zehn solcher Sätze.

  3. 03

    Gegen die Konkurrenz prüfen

    Die zehn Sätze neben die Anzeigen der drei größten Wettbewerber legen. Was nur ihr sagen könnt, bleibt.

  4. 04

    Überall gleich einsetzen

    Stellenanzeige, Karriereseite, Google-Profil, Video, Vorstellungsgespräch. Ein Satz Kern, drei Belege. Keine neue Fassung pro Kanal.

Kosten & Aufwand

Was es kostet – und was ihr selbst machen könnt.

Budget
Kein Mediabudget.
Zeitaufwand
Zwei bis drei Wochen, davon von euch: fünf Gespräche à dreißig Minuten und eine Abstimmung.
Selbst machen oder machen lassen?
Die Gespräche führe ich – Mitarbeitende sagen Externen mehr. Das Einsetzen der Sätze übernehme ich mit Karriereseite und Anzeigen, oder ihr macht es nach einer Vorlage.

Beispiele

So sieht das in echten Betrieben aus.

Typische Konstellationen aus der Praxis – anonymisiert, keine Kundenreferenzen.

Elektrobetrieb, dreißig Mitarbeitende

Die Gespräche ergeben: Monteure schätzen feste Teams und keine Bereitschaft. Stand nirgends. Jetzt der erste Satz in jeder Anzeige.

Pflegedienst

Die Gespräche zeigen, dass die Dienstplanung das eigentliche Argument ist – vier Wochen im Voraus, verlässlich. Daraus Karriereseite und Video.

Produktionsbetrieb

Mitarbeitende nennen den Chef als Grund zu bleiben. Also spricht er im Video – nicht ein Sprecher.

Typische Fehler

Was ich bei Employer Branding am häufigsten sehe.

  • Claim und Logo entwickeln, bevor jemand mit den Mitarbeitenden gesprochen hat.
  • „Familiäres Umfeld, flache Hierarchien, moderne Arbeitsplätze“ – steht in jeder zweiten Anzeige.
  • Versprechen, was der Alltag nicht hält – Bewerber merken es in der Probezeit.
  • Sechs Monate Projekt, während die Stelle offen bleibt.

Häufige Fragen

Was Geschäftsführer mich zu Employer Branding fragen.

Brauchen wir eine Arbeitgebermarke?

Ihr habt schon eine – so, wie über euch geredet wird. Die Frage ist nur, ob ihr sie kennt und erzählt.

Was kostet Employer Branding?

Bei mir zwei bis drei Wochen Arbeit innerhalb der Zusammenarbeit. Agenturprojekte mit Workshops liegen oft im fünfstelligen Bereich – und enden mit einem Claim.

Was, wenn die Gespräche Probleme zeigen?

Dann wisst ihr es. Das ist mehr wert als jede Anzeige – und oft billiger zu lösen als gedacht.

Wie passt das zur Karriereseite?

Die Sätze sind der Text der Karriereseite. Ohne sie wird die Seite eine Stellenliste.

Begriffe, kurz erklärt

Arbeitgebermarke
Das Bild, das Bewerber und Mitarbeitende von euch haben.
EVP
Employer Value Proposition – der Grund, bei euch zu arbeiten, in einem Satz.
Candidate Journey
Der Weg von der ersten Berührung bis zur Zusage.
Retention
Mitarbeitende halten – das günstigere Recruiting.
Case mit diesem Werkzeug · Recruiting · Social Ads1515 Bewerbungen für den Vertrieb – mit 500 Euro BudgetCase lesen →
Justus Kornath
  1. 1Einordnen
  2. 2Kurz-Check
  3. 3Gespräch

Drei Fragen. Dann sage ich dir, was ich zuerst prüfen würde.

Kein Formular, keine E-Mail. Du bekommst zuerst etwas – meine Einschätzung.