Problem · Mehr Anfragen
„Wir bekommen zu wenig Anfragen.“
Meistens heißt das: Die Anfragen kommen über Empfehlungen – und die kann man nicht planen. Bevor ich einen neuen Kanal aufmache, schaue ich, wo die vorhandenen Interessenten verloren gehen.
Mögliche Ursachen
Warum das passiert – vier verschiedene Gründe.
01Niemand sucht nach euch
Für Leute, die gerade einen Anbieter suchen, seid ihr unsichtbar: kein Google-Profil, keine Seite zur Leistung, keine Bewertungen.
02Man findet euch, versteht aber nicht, was ihr könnt
Die Website spricht in Leistungen und Fachbegriffen. Der Kunde sucht eine Lösung für sein Problem – und findet sie nicht wieder.
03Interessenten gehen zwischen Interesse und Anfrage verloren
Kein klarer nächster Schritt, Kontaktformular versteckt, Telefonnummer im Impressum. Jede Hürde kostet Anfragen.
04Es kommen Anfragen – nur die falschen
Preisanfragen, Privatkunden, falsche Region. Dann fehlt nicht Reichweite, sondern Schärfe: Für wen seid ihr da, für wen nicht?
Was ich zuerst prüfe
So finde ich heraus, welche Ursache es bei euch ist.
- 01Woher kamen die letzten zehn Aufträge wirklich?
- 02Suchvolumen für eure Leistung in eurer Region prüfen – wird überhaupt gesucht?
- 03Website mit fremden Augen: Versteht ein Laie in zehn Sekunden, was ihr macht und für wen?
- 04Welche Anfragen kommen – und welche davon wollt ihr eigentlich?
Maßnahmen
Was helfen kann – und was eher nicht.
Oft sinnvoll
Website & LandingpagesDie Basis. Wenn hier niemand versteht, was ihr macht, hilft kein Kanal.Google UnternehmensprofilFür regionale Anbieter oft der am meisten unterschätzte Kanal. Kostet nichts außer Pflege.Tracking & AuswertungDamit „bringt nichts“ eine Zahl bekommt.Kommt drauf an
SEOWenn nach eurer Leistung gesucht wird und ihr Geduld habt.Google AdsWenn gesucht wird und es schnell gehen soll. Nur mit sauberem Tracking.Eher nicht zuerst
Reels & KurzvideoReichweite ja, Anfragen im B2B eher selten direkt.Kombination
Was oft zusammen funktioniert: eine Website, die Probleme statt Leistungen erklärt, ein gepflegtes Google Unternehmensprofil und ein Kanal, der planbar Anfragen bringt. Nicht fünf.
Häufige Fehler
Was ich oft sehe – und wovon ich abrate.
- Eine neue Website bestellen, ohne vorher zu klären, was darauf stehen soll.
- Social Media starten, weil die Konkurrenz es macht.
- Werbung schalten ohne Tracking – und nach drei Monaten „bringt nichts“ sagen.
- Auf Masse zielen, obwohl zehn gute Anfragen im Jahr reichen würden.
Video
Warum „mehr Anfragen“ fast nie mit einem neuen Kanal anfängt
Die häufigste Antwort auf „zu wenig Anfragen“ ist ein neuer Kanal. Noch mehr Reichweite auf eine Website, die niemand versteht. Ich fange woanders an: Woher kamen die letzten zehn Aufträge? Was findet jemand, der euch empfohlen bekommt? Und wo bricht der Weg zwischen Interesse und Anfrage ab? Meistens liegt dort mehr Potenzial als in jedem neuen Kanal – und es kostet kein Mediabudget.
