Region
Marketing in Kiel und Schleswig-Holstein: vor Ort, nicht aus der Ferne
Ich arbeite mit inhabergeführten Unternehmen zwischen Flensburg, Lübeck und Elmshorn – in der Werkstatt, im Büro, am Messestand. Was Marketing hier anders macht als in Hamburg oder Berlin, wie ich vor Ort arbeite und was ihr von mir erwarten könnt.
Stand · Von Justus Kornath, Kiel
Warum vor Ort einen Unterschied macht
Das meiste Marketing für den Mittelstand entsteht am Schreibtisch einer Agentur, die den Betrieb nie betreten hat. Man merkt es an den Texten: austauschbar, weil der Autor nichts gesehen hat. Ich fahre hin. Ich stehe in der Halle, rede mit den Leuten an der Maschine, sehe, wie ein Kunde empfangen wird. Daraus entstehen Texte, Fotos und Videos, die nur über euch gehen können – und genau das ist der Unterschied, der bei Google und bei Bewerbern zählt.
Vor Ort heißt auch: Ein Drehtag ist ein Tag, kein Projekt mit Anreise aus einer anderen Stadt. Ein Termin bei euch ist in einer Stunde erledigt, nicht in einer Videokonferenz mit sieben Teilnehmern.
Was in Schleswig-Holstein funktioniert
Die Suche ist regional. Wer in Rendsburg einen Betrieb sucht, googelt mit Ortsnamen – und findet zuerst das Google-Unternehmensprofil, nicht die Website. Ein gepflegtes Profil mit aktuellen Fotos und Bewertungen ist deshalb hier oft der erste Hebel, vor allem im Handwerk, in Praxen und im Handel.
Der Markt ist überschaubar. In vielen Branchen kennt man sich – Ruf und Empfehlungen wiegen mehr als Reichweite. Marketing muss das stützen, nicht ersetzen: ehrliche Inhalte, echte Gesichter, nichts, was man im Verein nicht wiedererkennen würde.
Fachkräfte sind knapp, und die guten suchen nicht aktiv. Recruiting läuft hier über Sichtbarkeit in der Region: kurze Videos aus dem Betrieb, Anzeigen im Umkreis, eine Karriereseite, die am Handy funktioniert.
Für B2B-Betriebe – Zulieferer, Maschinenbau, Dienstleister – ist Hamburg der Markt vor der Haustür. Da zählen LinkedIn, Fachmessen und Seiten, die eine konkrete Frage eines Einkäufers beantworten.
So läuft die Zusammenarbeit in der Region
Mein Studio ist in Kiel. Termine vor Ort sind in Kiel, Neumünster, Rendsburg, Eckernförde, Plön und Lübeck ohne Aufwand möglich; Flensburg, Husum, Heide und Elmshorn mit etwas Planung. Für alles dazwischen gibt es Telefon und ein gemeinsames Board, auf dem ihr jeden Schritt seht.
Drehtage, Fotos und Bestandsaufnahmen finden bei euch statt. Website, Texte, Anzeigen und Auswertung entstehen im Studio. Entscheidungen fallen in kurzen Terminen mit der Geschäftsführung – meist einmal im Monat, bei Bedarf öfter.
Branchen, mit denen ich arbeite
Handwerk und Bau, Produktion und Zulieferer, Pflege und Praxen, Handel, Dienstleister und Berater. Nicht, weil ich mich auf eine Branche festgelegt hätte, sondern weil die Probleme ähnlich sind: zu wenig Anfragen, zu wenig Bewerbungen, nicht gefunden werden, Marketing bleibt liegen. Was sich unterscheidet, ist der Weg – und den finde ich vor Ort heraus, nicht aus einem Branchenprospekt. Zwei Beispiele, wie das aussieht, stehen bei den Cases.
Was von außen oft übersehen wird
Agenturen aus Hamburg oder Berlin liefern gute Arbeit – für Budgets und Strukturen, die hier selten sind. Was von außen übersehen wird: dass eine Geschäftsführung mit vierzig Mitarbeitenden keine Zeit für vierzehntägige Jour fixes hat. Dass ein Konzept nichts bringt, wenn niemand da ist, der es umsetzt. Dass ein Monteur im Video mehr überzeugt als jeder Sprecher. Und dass ein Betrieb in Schleswig-Holstein mit regionaler Sichtbarkeit und ehrlichen Inhalten weiter kommt als mit einer Kampagne, die für München gedacht war.
Häufige Fragen
Was Geschäftsführer mich dazu fragen.
Arbeitest du auch außerhalb von Schleswig-Holstein?
Ja, wenn es passt – Hamburg und das nördliche Niedersachsen sind nah. Bei allem, was weiter weg ist, muss der Mehraufwand für Vor-Ort-Termine sich lohnen; das besprechen wir im Erstgespräch.
Kommst du für ein Erstgespräch vorbei?
Das Erstgespräch sind zwanzig Minuten am Telefon oder bei euch, wenn ihr in der Nähe seid. Danach entscheidet ihr, ob es weitergeht.
Muss ich für regionale Sichtbarkeit Werbung schalten?
Meistens nicht als Erstes. Google-Unternehmensprofil, Seiten zu den Fragen eurer Kunden und Bewertungen bringen regional oft mehr als Anzeigen – und kosten kein Mediabudget.
Was ist mit Hamburg als Markt?
Für B2B-Betriebe aus Schleswig-Holstein der wichtigste Markt vor der Haustür. Dafür eignen sich LinkedIn und Inhalte für Einkäufer besser als regionale Anzeigen.
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