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Einstellen oder auslagern?

Vergleich

Marketing einstellen oder auslagern? Der ehrliche Vergleich mit einer Festanstellung

Irgendwann steht die Frage im Raum: Stellen wir jemanden fürs Marketing ein – oder holen wir uns das von außen? Beides kann richtig sein. Hier die Rechnung mit echten Zahlen, die Grenzen auf beiden Seiten und eine klare Empfehlung, wann was passt.

Stand · Von Justus Kornath, Kiel

Was eine Festanstellung wirklich kostet

Ein Marketing-Manager mit ein paar Jahren Erfahrung verdient in Deutschland im Schnitt rund 50.000 bis 60.000 Euro brutto im Jahr; eine Marketingleitung liegt je nach Region und Branche zwischen 65.000 und 100.000 Euro. Dazu kommen die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung – überschlägig ein Fünftel obendrauf –, Arbeitsplatz, Software, Weiterbildung.

Rechnet man das auf den Monat, kostet eine erfahrene Marketing-Fachkraft inklusive Nebenkosten rund 5.000 bis 6.500 Euro, eine Leitung 7.000 bis 10.000 Euro. Und das für alle zwölf Monate – auch im Urlaub, bei Krankheit und in der Einarbeitung, die bei Marketing gern ein halbes Jahr dauert, bis die Person euren Betrieb, eure Kunden und eure Branche kennt.

Die Rechnung ist nicht gegen eine Festanstellung. Sie ist nur die Grundlage, auf der man entscheiden sollte – und die in vielen Betrieben nie gemacht wird.

Was eine Person leisten kann – und was nicht

Marketing besteht heute aus Handwerken, die wenig miteinander zu tun haben: Strategie, Text, Video drehen und schneiden, Website, Anzeigen bei Google und Meta, Auswertung. Eine Person, die alles davon gut kann, ist selten – und wenn, dann nicht für 55.000 Euro. In der Praxis stellt man einen Generalisten ein, der zwei Dinge gut kann und für den Rest wieder Dienstleister braucht. Oder einen Spezialisten, der am Problem vorbeiläuft.

Was eine angestellte Person dagegen hat und ich nicht: Sie ist jeden Tag da. Sie sitzt mit am Tisch, kriegt die Flurgespräche mit, kann morgens um neun das Reel drehen, weil gerade die Maschine läuft. Wer Marketing täglich braucht – täglicher Content, ein Shop, viele Kampagnen gleichzeitig –, braucht jemanden im Haus.

Was extern kann – und was nicht

Von außen bekommt ihr Erfahrung aus vielen Betrieben, den Blick, der im Alltag verloren geht, und mehrere Handwerke in einer Person: Bei mir sind das Strategie, Text, Video, Web, Anzeigen und Auswertung. Ihr zahlt pauschal für die Tage, die ihr braucht, nicht für zwölf Monate Anwesenheit. Und ihr könnt monatlich entscheiden, ob es weitergeht.

Was ihr von außen nicht bekommt: tägliche Anwesenheit, Reaktion innerhalb einer Stunde, jemanden, der auch die Messe-Giveaways bestellt und die Weihnachtskarten frankiert. Ich bin nicht 24 Stunden erreichbar, und auch in der intensivsten Stufe bin ich an festen Tagen da, nicht jeden Tag. Wer das braucht, sollte es wissen, bevor er sich entscheidet – die genauen Grenzen je Stufe stehen auf einer eigenen Seite.

Die Rechnung nebeneinander

Festanstellung Marketing-Manager: rund 5.000 bis 6.500 Euro im Monat, Vollzeit, zwei Handwerke gut, Rest extern dazu. Kündigungsfrist, Einarbeitung, Fluktuation.

Externe Marketingleitung bei mir: pauschal im Monat, die Stufen stehen unter Preise. Feste Tage im Monat, mehrere Handwerke, Umsetzung inklusive. Zwischenfazit nach dreißig Tagen, danach die Laufzeit der Stufe – Sparring monatlich kündbar, die beiden anderen mindestens sechs Monate.

Agentur: Stunden- oder Projektpreise, Steuerung durch euch oder gegen Aufpreis. Stark bei großen Kampagnen, schwach bei der Frage, was ihr überhaupt braucht.

Die Mischung ist oft die ehrlichste Antwort: eine Person im Haus für das Tägliche – Content, Pflege, Koordination – und jemand von außen, der entscheidet, was wichtig ist, und das Schwierige umsetzt. Diese Person im Haus muss keine teure Fachkraft sein; eine engagierte Assistenz oder ein Azubi mit klarer Anleitung reicht oft.

Wann ihr einstellen solltet

  • Marketing ist bei euch ein Tagesgeschäft: Shop, viele Produkte, täglicher Content, mehrere Kampagnen parallel.
  • Ihr habt die Größe – ab etwa 150 Mitarbeitenden braucht Marketing meist ein Team, nicht eine Person.
  • Es gibt schon jemanden, der führt und priorisiert, und es fehlt nur Kapazität.
  • Ihr wollt Wissen dauerhaft im Haus aufbauen und könnt die Einarbeitung aushalten.

Wann extern besser passt

  • Marketing wurde bisher nebenbei gemacht, von der Geschäftsführung oder einer Person ohne Zeit dafür.
  • Ihr braucht jemanden, der entscheidet, nicht nur jemanden, der ausführt.
  • Die Aufgaben sind breit – Website, Video, Anzeigen, Google – und keine einzelne Fachkraft deckt sie ab.
  • Ihr wollt klein anfangen und nach dreißig Tagen wissen, ob es trägt.
  • Eine Vollzeitstelle wäre zu groß für das, was zu tun ist – und zu teuer für das, was sie bringt.

Häufige Fragen

Was Geschäftsführer mich dazu fragen.

Kann ich beides haben – jemanden im Haus und dich?

Ja, und das ist oft die beste Lösung. Ich arbeite gern mit einer Person im Betrieb zusammen, die das Tägliche übernimmt und von mir Anleitung und Prioritäten bekommt. Das ist günstiger als zwei Fachkräfte und besser als eine allein.

Was passiert, wenn du krank bist oder im Urlaub?

Dann passiert in der Zeit nichts Neues – wie bei einer angestellten Person auch. Der Unterschied: Laufende Kampagnen und Seiten laufen weiter, weil alles bei euch liegt und dokumentiert ist. Urlaub kündige ich Wochen vorher an, und für laufende Kampagnen gibt es eine Vertretung aus meinem Netzwerk.

Bist du schneller erreichbar als eine Agentur?

Meistens ja, weil ihr direkt mit mir sprecht. Aber nicht rund um die Uhr und nicht in jeder Stufe am selben Tag. Was ihr in welcher Stufe erwarten könnt, steht ehrlich auf der Seite zu den Grenzen.

Was, wenn wir später doch einstellen wollen?

Dann helfe ich bei der Stellenbeschreibung und der Einarbeitung – und ziehe mich zurück oder bleibe als Sparring. Alles, was bis dahin entstanden ist, gehört euch.

Justus Kornath
  1. 1Einordnen
  2. 2Kurz-Check
  3. 3Gespräch

Drei Fragen. Dann sage ich dir, was ich zuerst prüfen würde.

Kein Formular, keine E-Mail. Du bekommst zuerst etwas – meine Einschätzung.